Im Interview mit Elke Büdenbender
Chorsänger:innen im Gespräch mit Deutschlands First Lady

Frankfurt, 12. Juni 2026 – Während ihrer Deutschlandreise hatten die Chorsänger Yolanda Mason und Ayabonga Bangeni von der Walmer High School die besondere Gelegenheit, Deutschlands First Lady Elke Büdenbender zu treffen. Im Gespräch ging es um Bildung, Frieden, kulturellen Austausch und die Frage, wie internationale Begegnungen junge Menschen prägen können.
Warum unterstützen Sie Organisationen wie Masifunde?
Yolanda Mason: Was bewegt Sie dazu, Organisationen wie Masifunde zu unterstützen?
Elke Büdenbender: Ich glaube, dass jedes Kind das Recht auf gute Bildung hat. Bildung eröffnet jungen Menschen Chancen und gibt ihnen die Möglichkeit, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Ich selbst hatte das Glück, eine gute Ausbildung zu erhalten und Unterstützung zu erfahren. Diese Chancen sollte jedes Kind bekommen – deshalb engagiere ich mich für Organisationen, die Kinder und Jugendliche stärken.
Was ist die Lösung für die Probleme unserer Welt?
Ayabonga Bangeni: In Zeiten vieler Krisen: Was ist Ihrer Meinung nach die Lösung für die Probleme der Welt?
Elke Büdenbender: Das ist eine große Frage. Ich glaube fest an die Menschlichkeit. Wenn Menschen lernen, einander mit Liebe und Respekt zu begegnen, kommen wir der Lösung vieler Probleme näher. Frieden und Freiheit sind die Grundlage dafür, dass Menschen gut miteinander leben können.
Masifunde: Unser kommendes Camp steht unter dem Motto „Peace, Me, Earth and Others“. Dort beschäftigen wir uns damit, wie Frieden bei uns selbst beginnt, wie wir Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen und wie wir anderen Menschen begegnen.
Elke Büdenbender: Genau das ist entscheidend. Wir teilen alle dieselbe Welt. Unser gemeinsames Ziel sollte sein, ein gutes Leben für alle Menschen – besonders für alle Kinder – zu ermöglichen. Wenn wir mit Respekt und Mitgefühl zusammenarbeiten, bin ich überzeugt, dass wir das schaffen können.
Was wünschen Sie sich, dass wir aus dieser Reise mitnehmen?
Yolanda Mason: Wir sind aus Südafrika nach Deutschland gekommen und haben Frankfurt, Mainz und viele neue Orte kennengelernt. Was hoffen Sie, dass wir aus dieser Erfahrung mitnehmen?
Elke Büdenbender: Ich hoffe, dass wir lernen, einander besser kennenzulernen. Wer Menschen aus anderen Ländern begegnet, versteht besser, wie sie leben, was ihnen wichtig ist und was uns verbindet. Solche Erfahrungen sind unglaublich wertvoll und bauen Brücken zwischen Kulturen.

Was schätzen Sie an Südafrika?
Ayabonga Bangeni: Südafrika hat viele verschiedene Kulturen. Was gefällt Ihnen besonders an unserem Land?
Elke Büdenbender: Ich war bereits in Südafrika und war besonders beeindruckt von der Herzlichkeit der Menschen. Außerdem bewundere ich die Begeisterung vieler junger Menschen, zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Und ich liebe südafrikanische Musik – sie ist voller Energie und Lebensfreude.
Würden Sie jemals in Südafrika leben?
Yolanda Mason: Könnten Sie sich vorstellen, in Südafrika zu leben?
Elke Büdenbender: Ich würde Südafrika sehr gerne wieder besuchen. Aber mein Zuhause ist dort, wo meine Familie und meine Freunde sind. Wenn man jung ist, kann man die Welt entdecken und herausfinden, wohin das Leben einen führt. In meinem Alter schätze ich es sehr, nahe bei meinen Liebsten zu sein.
Eine Reise, die inspiriert
Yolanda Mason: Diese Reise und dieses Treffen haben mich sehr inspiriert. Wir konnten Menschen aus einer anderen Kultur kennenlernen, neue Freundschaften schließen und unglaublich viel erleben. Vielen Dank, dass Sie diese Möglichkeit unterstützt haben.
Elke Büdenbender: Ihr habt das großartig gemacht. Ihr habt diese Chance verdient. Jede junge Person sollte die Möglichkeit haben, zu reisen, andere Kulturen kennenzulernen und neue Perspektiven zu gewinnen. Solche Erfahrungen erweitern den Horizont und begleiten einen ein Leben lang.
Wie hat der Chor Deutschland erlebt?
Elke Büdenbender: Wie gefällt euch Deutschland bisher?
Ayabonga Bangeni: Es war großartig. Wir haben viele freundliche Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen. Man hört manchmal, Deutsche seien eher ernst – aber wir haben genau das Gegenteil erlebt. Alle waren offen und herzlich.
Yolanda Mason: Mich hat besonders die Geschichte begeistert. Ich interessiere mich sehr für Geschichte und fand es faszinierend, historische Orte und Gebäude zu besuchen. In Mainz haben wir mehr über Johannes Gutenberg erfahren, den ich bereits aus dem Unterricht kannte. Diese Geschichte nun vor Ort zu erleben, war etwas ganz Besonderes.
Elke Büdenbender: Geschichte ist wichtig. Auch Südafrika hat eine reiche und komplexe Geschichte. Wenn wir unsere Vergangenheit kennen, verstehen wir besser, wer wir sind und wie wir unsere Zukunft gestalten können.

Gemeinsam Vielfalt feiern
Yolanda Mason: In Südafrika feiern wir am Heritage Day unsere unterschiedlichen Kulturen. Wir tragen traditionelle Kleidung, singen, tanzen und führen Theaterstücke auf.
Elke Büdenbender: Das ist wunderbar. Auch in Deutschland pflegen wir unsere Traditionen durch Musik, Tanz und regionale Trachten. Das Wichtigste ist, dass sich alle Menschen respektiert und einbezogen fühlen.
Begegnungen, die verbinden
Zum Abschluss bedankte sich Elke Büdenbender bei Yolanda und Ayabonga für das offene Gespräch und ermutigte die beiden Chorsänger, ihre Neugier zu bewahren, weiterzulernen und Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu bauen.
Das Interview machte eindrucksvoll deutlich, worum es bei Masifunde geht: Bildung, kultureller Austausch und persönliche Begegnungen schaffen Verständnis, eröffnen Perspektiven und zeigen jungen Menschen, dass sie Teil einer globalen Gemeinschaft sind.
Fotos: David Vasicek / pix123



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