17.12.2017

Weltwärts in Südafrika: „Jeden Tag habe ich etwas Neues gelernt!“

Felix (19) hat im vergangenen Jahr ein FSJ bei Masifunde in Südafrika absolviert. Im Interview teilt er seine Erlebnisse und Erfahrungen aus dieser Zeit und erzählt, was er von Masifunde und den Menschen in Walmer Township gelernt hat.

Felix, du bist jetzt 19 Jahre alt und hast dein Freiwilliges Soziales Jahr in Südafrika bei Masifunde gemacht. Wie kamst du zu dieser Idee und was hat dich inspiriert nach Südafrika zu gehen?

Felix: Als ich 2016 mein Abitur mit 17 Jahren gemacht habe,  war mir klar, dass ich danach studieren will. Doch erst einmal wollte ich eine Pause von der Lernerei und hatte schon länger den Plan raus in die weite Welt zu gehen.
Mich reizte es eine soziale Organisation zu unterstützen. Einerseits wollte ich mein Englisch verbessern und andererseits interessierte mich der Kontinent Afrika. So fand ich  im Internet das weltwärts-Freiwilligen Programm und das Angebot von der Organisation Masifunde in Port Elizabeth, Südafrika.



Was waren deine Aufgaben bei Masifunde in Südafrika?
Womit hast du noch viel Zeit verbracht bei Masifunde in Südafrika?

Felix: Masifunde bietet außerschulische Aktivitäten für hunderte Kinder aus Walmer Township an - angefangen von Hausaufgabenhilfe, zwei Schulbibliotheken, Unterricht für außerschulische Themen und vieles mehr. Meine Aufgaben bestanden aus einer aufregenden Mischung aus Arbeit zusammen mit Kindern in verschiedenen Altersstufen, Planung und Durchführung von Ausflügen und anderen Events, Büroarbeit und der Unterstützung des internationalen Teams von Masifunde. Jeder Freiwilliger bekommt einen zugeschnittenen Aufgabenbereich. Da ich einige Erfahrungen im Umgang mit IT-Systemen hatte, war ich für ziemlich alle technischen Probleme und Fragen zuständig. Meine weiteren Hauptaufgabenfelder bei Masifunde waren die Hausaufgabenbetreuung und die Leitung einer Schulbibliothek an einer Grundschule.  Eins meiner Highlights war der Bau eines Computerraums an der Grundschule, welcher unter anderem durch Spenden aus Deutschland ermöglicht wurde.



Was hast du gelernt und welche Erfahrungen aus Südafrika bringen dir etwas für dein Leben hier in Deutschland?

Felix: Zum einen habe ich viel Fachliches gelernt im Bereich IT, da ich Probleme selbständig lösen musste und so fast täglich die Lösung für neue Probleme gesucht habe. Aber auch im Umgang mit Kindern habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt.
So beispielsweise wie man mit einer Gruppe von Kindern umgehen kann ohne streng zu sein und ohne Langeweile entstehen zu lassen.
Ich habe aber auch viel für mich selbst gelernt, zum Beispiel über den Wert bzw. die Bedeutung von Geld. Wenn man im Township mit Leuten arbeitet, die soviel Geld in einem Monat verdienen, wie ich selber in Deutschland vielleicht für Kleidung ausgebe. Oder die Menschen im Township besonders dankbar dafür sind, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben und genug Essen da ist. Ich habe angefangen meinen eigenen Lebensstandard  zu hinterfragen und gelernt, alles was ich habe deutlich mehr wertzuschätzen und auch, dass Geld nicht alles ist, um glücklich zu sein.


Was hast du noch in Südafrika erlebt neben deiner Arbeit bei Masifunde?
Und welches Erlebnis würdest du später deinen Enkeln erzählen?


Felix: Südafrika an sich ist schon ein Erlebnis, von dem ich meinen Enkeln erzählen würde. Jeden Tag kamen neue Eindrücke dazu, man hat etwas Neues gelernt oder entdeckt und neue Leute kennengelernt. Man lebt anders als in Deutschland, tagsüber kann man zum Surfen an den Strand fahren, abends lecker Essen gehen, weil es dort deutlich günstiger ist, als in Deutschland. An einem anderen Tag kann man Elefanten und Löwen in einem Nationalpark entdecken. Ich kann das Jahr nicht auf ein  einzelnes Erlebnis runter brechen, sondern sehe es als ein riesiges, unglaubliches und wunderschönes Ereignis.



Würdest du ein FSJ in Südafrika weiterempfehlen und was muss man noch über das Weltwärts-Jahr wissen?

Felix: Auf jeden Fall würde ich das Jahr an Jede*n weiterempfehlen! Ich sage immer, dass ich nur kein zweites Jahr geblieben bin, weil ich sonst sicherlich für immer dort geblieben wäre. Für mich war das Jahr ein unglaubliches und veränderndes Erlebnis, von dem ich denke, dass jede*r viel lernen und mitnehmen würde und es nicht bereuen würde. Ich habe auch vor, mein Auslandssemester in Südafrika zu verbringen und bin mir sicher, dass jede*r sich in das Land verlieben wird, wenn man ein FSJ in Südafrika macht.



Falls Felix dein Interesse für ein FSJ in Südafrika bei Masifunde geweckt hat oder du dich mehr für die Arbeit in Südafrika interessierst, melde dich gerne bei: bewerbung@masifunde.de

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