Soziale Unterstützung im Patenschaftsprogramm

Liyema Nkomo besucht die neunte Klasse der Lawson Brown High School und ist eines der Masifunde Patenkinder. Seit einigen Monaten macht ihr Gesundheitszustand einen regelmäßigen Schulbesuch unmöglich.


Sie musste zuletzt sogar in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Liyema leidet seit ihrer Kindheit an Diabetes und hatte immer wieder mit den Folgen der Krankheit zu kämpfen. Während eine ausgewogene Ernährung und moderne Medizin die Lebensumstände vieler Diabetes-Kranker in Europa verbessert haben, ist die Situation in Südafrika noch immer stark von der finanziellen Situation abhängig. Da die Mutter selber krank ist, hat die Familie kein Einkommen. Eine gute Ernährung, das A und O bei einem Leben mit Diabetes, wird dadurch fast unmöglich. Das Sozialsystem des Landes ist für solche Fälle nur unzureichend ausgestattet.


Das Patenschaftsprogramm von Masifunde geht über das Bereitstellen der Schulgelder hinaus, denn Hausaufgabenbetreuung gehört genauso dazu wie die häusliche Beihilfe, wenn diese nötig ist. In Liyemas Fall fängt diese Unterstützung bei der Zubereitung des täglichen Schulbrotes an und geht bis zur Betreuung der medizinischen Versorgung. Dazu gehört beispielsweise der Transport zu Arztterminen oder die Kommunikation mit behandelnden Therapeuten.


Liyema ist nicht das einzige Patenkind, welches soziale Unterstützung benötigt. „Zur Zeit versorgen wir drei Kinder mit Lunchpaketen“, berichtet Laura Klapper, die als „weltwärts“-Freiwillige bei Masifunde mitarbeitet und einen guten Einblick in die häuslichen Situationen der Patenkinder hat. „Um sich gut  konzentrieren zu können, müssen Kinder genug essen. Wenn Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern Schulbrote mitzugeben, springt Masifunde ein“, erzählt sie weiter.
Hinzu kommen einzelne Kinder, die Ergotherapie oder Physiotherapie benötigen und die Kosten dafür nicht selbst tragen können. Je nach Fall greift Masifunde den Familien auch hier unter die Arme.


Die Schulen, die die Masifunde-Patenkinder besuchen, gehören zu den besten der Stadt und verhalten sich auch bei auftretenden Entwicklungsstörungen kooperativ. Im Gegensatz zu einer Townshipschule werden Probleme früh erkannt und an die Eltern und Masifunde herangetragen. Teilweise werden sogar anfallende Kosten von den Schulen mitgetragen. Mit Hilfe von Spendengeldern ermöglicht Masifunde den Patenkindern Therapien, die für einen erfolgreichen Schulbesuch nötig sind.

Liyema ist mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden und auf dem Weg der Besserung – vorerst Grund zum Aufatmen. Da jedoch die häusliche Situation im nächsten Jahr schwierig bleibt, ist die junge Frau auch weiterhin auf die soziale Unterstützung von Masifunde angewiesen.


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