Seminar zur Bildungsarbeit in Deutschland

Wie kann die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland weiterentwickelt werden? Antworten fanden Teilnehmende eines von Masifunde organisierten Wochenendes im Oktober. Ein Bericht von Johanna Schubert.

 

Am Abend des 9. Oktober 2015 fanden sich 34 motivierte Köpfe zusammen, um gemeinsam an der Konzeptentwicklung für entwicklungspolitische Bildungsarbeit auf Basis von Projekterfahrung in Südafrika zu arbeiten. Für das Seminar-Wochenende waren alle Teilnehmenden im Freizeitgelände in Kirchvers bei Marburg untergebracht.
An dem von Masifunde organisierten Wochenende nahmen Masifunde-Aktive, ehemalige weltwärts-Freiwillige, Mitarbeiter der Evangelischen Stiftung Arnsburg und weitere in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit engagierte Menschen teil.

Zum Einstieg in das Wochenende gewährten Sarah Fina und Manelisi Bili, Teilnehmende des „weltwärts“ Programms Einblicke in die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland. Manelisi und Sarah, beide Teilnehmende an Masifundes Bildungsprogramm in Südafrika, absolvieren aktuell ihren „weltwärts“-Freiwilligendienst in Deutschland. Bei „weltwärts“ können mittlerweile auch Freiwillige aus dem Globalen Süden mit der Süd-Nord-Komponente einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst in Deutschland leisten. So wird der Austausch zwischen den Partnern des Globalen Südens und des Globalen Nordens intensiviert.  

 



Hendrik Specken von Ebasa stellte das Thema „Entwicklungspolitische Bildungsarbeit“ am Samstagmorgen vor. Anhand von Beispielen aus der Praxis von Nichtregierungsorganisationen (NRO) verschaffte er den Teilnehmenden einen Überblick über entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland. Dargestellte Ziele, Möglichkeiten und Strategien entwicklungspolitscher Bildungsarbeit konnten anschließend innerhalb der Teilnehmendengruppe besprochen und diskutiert werden. Am Beispiel vom Bildungsbereich von Masifunde Bildungsförderung e.V. wurde ein konkretes Praxisbeispiel aus der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vorgestellt.

Im Anschluss ging es mit der aktiv einbindenden Methode der Zukunftswerkstatt an die konzeptuelle Weiterentwicklung entwicklungspolitischer Ansätze von NROs, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren. Es wurden Inhalte, Methoden sowie organisatorische Aspekte im Bezug auf mögliche Zielgruppen identifiziert und weiterentwickelt.

 



Die herausgearbeiteten Visionen wurden zum Abschluss des Seminars konkretisiert und zwei von ihnen zur weiteren Vertiefung ausgewählt. Diese gilt es nun in der Nachbereitungsphase des Seminars zu vertiefen und zu konkreten Handlungsanweisungen zu verarbeiten.

Alles in allem können wir auf ein sehr intensives und arbeitsreiches Wochenende zurückblicken, das nicht nur theoretisches Wissen und Praxis erfolgreich miteinander verzahnte, sondern auch viel Raum für den Austausch und die Vernetzung der Teilnehmenden bot.

Der Dank gilt allen Teilnehmenden, Organisatoren und Unterstützern die zum Gelingen des erfolgreichen Seminars beigetragen haben!

Das Seminar wurde mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt und wurde aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst gefördert.