Programm zur Gewaltprävention leistet erfolgreiche Arbeit

Auf der diesjährigen Jugendkonferenz wird Bilanz für das vergangene Jahr gezogen – und die Pläne für 2017 vorgestellt. Sexuelle Gewalt wird in Zukunft ein wichtiges Thema sein.

 

Das Youth for Safer Communities Projekt (YSC) befindet sich mittlerweile im vierten Jahr. Was als Projektarbeit der Jugendlichen aus Walmer Township begann, hat sich mittlerweile zu einem stadtweit etablierten Programm zur Gewaltprävention an High Schools entwickelt. Allein in diesem Jahr wurden insgesamt 58 Workshops an 31 weiterführenden Schulen in der Nelson Mandela Bay, also Port Elizabeth und seine Nachbargemeinden, durchgeführt, womit 2016 über 2000 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden. Das Projekt, welches von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert wird, motiviert Jugendliche, proaktiv dazu beizutragen, dass ihre Schulen sicherer werden. Dies geschieht zum einen durch Workshops zu Themen der Gewaltprävention, die von Jugendlichen geleitet werden. Zum anderen werden Probleme, welche die Sicherheit an Schulen negativ beeinflussen können, durch Aktionen, wie Theaterstücke oder Debattierwettbewerbe, aufgegriffen und an allen teilnehmenden Schulen bearbeitet. In diesem Jahr befassten sich die Jugendlichen mit dem Thema Alkohol- und Drogenmissbrauch.


Keine Tabuthemen auf der Jugendkonferenz


Bereits zum vierten Mal fand am letzten Novemberwochenende die YSC Jugendkonferenz statt. Mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Schulen kamen zusammen, um das Jahr gemeinsam zu reflektieren, ihre Projekte zum Thema Alkohol- und Drogenmissbrauch vorzustellen sowie Erfolge und Misserfolge mit anderen zu teilen.


Am Samstag erhielten alle teilnehmenden Jugendlichen Training im Umgang mit Tabuthemen. Ziel war es, die Scheu zu verlieren, auch über vermeintlich tabuisierte Probleme zu sprechen, besonders im Hinblick auf Gender und Geschlechterstereotypen und daraus resultierender Gewaltformen.


Gemeinsam erarbeiteten die jungen Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer auch ihre Pläne für das kommende Jahr. Aufbauend auf dem Training zu den Tabuthemen soll sich das Thema sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt wie ein roter Faden durch YSC 2017 ziehen. Dabei soll auch der Einfluss von sozialen Medien erörtert werden.


YSC-Koordinator Shane Mangcangaza freut sich auf das kommende Jahr: „Ich leite das Projekt nun seit knapp einem Jahr und bin sehr stolz auf die Ergebnisse. Für das kommende Jahr haben wir unsere Ziele noch einmal höher gesteckt: Mit mehr Workshops, Theater- und Debattierprojekten möchten wir noch mehr Schülerinnen und Schüler erreichen“, sagt Shane und fügt hinzu: „Ich freue mich darauf, denn sexuelle Gewalt ist ein sehr wichtiges Thema an unseren Schulen!“