Interview: „Unser Verein lebt von seinen Mitgliedern“

Masifunde ist ein aufstrebender Verein, in Deutschland und Südafrika. Im Interview erklärt der Vorsitzende Jacob Birkenhäger, warum Vereinsmitglieder essentiell sind.

 

Masifunde überweist 100% aller Spenden nach Südafrika. Wie werden die Aktivitäten des deutschen Vereins finanziert?

Vor allem durch unsere Mitgliedsbeiträge: Die Ausgaben für den Druck von Broschüren, für unsere Website, für Infostände oder Fahrtkosten, eben alles was an Kosten anfällt. Da Masifunde weiter wächst, und so auch die Kosten steigen, sind Mitglieder und Fördermitglieder für uns also essentiell und wir versuchen, viele Menschen von einer Masifunde-Mitgliedschaft zu überzeugen. Außerdem werben wir durch Sponsorings und konkrete Förderungen, zum Beispiel durch die Allgemeinen Studierendenausschüsse an den Unis, Gelder für die Ausgaben in Deutschland ein und bekommen auch regelmäßig zweckgebundene Spenden für unser deutsches Budget. All das sind wichtige Stützen unserer erfolgreichen Arbeit in Deutschland.

 

Welche Bedeutung haben Vereinsmitglieder aktuell für Masifunde?

Durch ihre finanziellen Beiträge garantieren unsere Mitglieder, dass alle Spenden, die wir bekommen, zu 100% nach Südafrika fließen. Das ist für uns ein wichtiger Grundsatz, dem wir trotz des Wachstums in Deutschland gerne weiterhin gerecht werden wollen. Unser Verein lebt aber nicht nur in finanzieller Hinsicht von unseren Mitgliedern. Unsere Mitglieder sind aktiv, arbeiten ehrenamtlich mit, bestimmen den Weg des Vereins mit, wählen den Vorstand und bringen einfach das nötige Leben in die Bude.

Welche Entwicklung wünschst du dir als Vorsitzender für Masifunde e.V.?

Masifunde hat richtig viel Potential. Das zeigt sich schon an den guten Entwicklungen der ersten zehn Jahre. In Südafrika beschäftigen wir mehr als 20 Leute, und in Deutschland sind mehr als 100 Menschen regelmäßig ehrenamtlich für Masifunde aktiv. Das soll so weitergehen. Von Deutschland aus wollen wir das Wachstum in Südafrika unterstützen und dafür müssen auch wir uns vergrößern. Unser Netzwerk von aktiven und begeisterten Menschen hat aber auch das Potential hierzulande einen Beitrag zu leisten. Ein gutes Beispiel ist unsere Bildungsarbeit in Deutschland, die wir in den nächsten Jahren ausbauen und dadurch an vielen Schulen präsent sein werden. Ohne Mitglieder wären die letzten zehn Jahre nicht möglich gewesen und ohne steigende Mitgliederzahlen können wir auch weiterhin nicht wachsen. Die Mitglieder finanzieren die Ausgaben in Deutschland, welche durch mehr Freiwilligen und Aktivitäten stetig steigen.



Wie kann die Struktur in Südafrika von einem lebendigen Vereinsleben in Deutschland profitieren?

Die Verbindung zwischen Deutschland und Südafrika, die Masifunde schafft, ist einzigartig. Da arbeiten Menschen kultur- und kontinentverbindend zusammen, um die Welt zu verändern - zumindest ein kleines bisschen. Das Team in Südafrika profitiert von unseren Ideen und den vielen Freiwilligen, die vor Ort mitarbeiten. Die enge Zusammenarbeit des großen Masifunde-Teams aus Deutschland und Südafrika ist uns sehr wichtig und wir arbeiten immer daran, den Austausch zu intensivieren.