Eine Sprache, viele Identitäten: Südafrikanische Jugendliche drehen Dokumentarfilm in Mainz

// Gemeinsames Projekt mit Ev. Stiftung Arnsburg (Lich) // Gemeinsamkeiten der Deutschen im Fokus //

Gemeinsam mit einer Jugendgruppe aus Lich (Hessen) drehen in den Osterferien südafrikanische Jugendliche einen Dokumentarfilm über die Gemeinsamkeiten der in Deutschland lebenden Menschen. Am 06. April machen sie Station in Mainz und besuchen unter anderem die Stadtmission Mainz. Das Projekt ist eine Fortsetzung einer Jugendbegegnung von 2011, bei der deutsche Jugendliche nach Südafrika reisten.

 

Jugendbegegnung knüpft an 2011 an

Bereits im Sommer 2011 hatte der Austausch zwischen deutschen und südafrikanischen Jugendlichen Konturen angenommen: Fünf Licher Heranwachsende der Evangelischen Stiftung Arnsburg und zwei Betreuer reisten nach Südafrika und drehten dort  gemeinsam mit Jugendlichen von Masifunde Bildungsförderung e.V. einen Dokumentarfilm über kulturelle Vielfalt in der Kap-Nation. Der Film „Many Languages – One Voice“ arbeitete den gesellschaftlichen Zusammenhalt trotz sprachlicher Unterschiede (in Südafrika) eindrucksvoll heraus. Nun wollen die Jugendlichen in Deutschland klären, ob es trotz aller Unterschiede wie Religion, Bräuche, Berufe, Region oder Herkunft, Verbindendes in Deutschland gibt.

 

Schwerpunkt in Mainz: Religion

Zwischen dem 31.03. und dem 15.04.2012 werden die Jugendlichen gemeinsam  recherchieren, planen und drehen. Zunächst wird bei einem Einführungsseminar in Marburg die Grobplanung abgeschlossen, ab dem 01.04.2012 stehen dann Interviews in ganz Deutschland an. Ob Gießen, Berlin, oder Frankfurt: Überall wird der Vielfalt in Deutschland auf den Grund gegangen. In Mainz steht am Karfreitag die Religion im Mittelpunkt. Die Jugendlichen übernehmen selbst  alle Aufgaben des Filmdrehs und kommen so mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten ins Gespräch.

In Mainz konnten die Stadtmission als Experten für das Christentum gewonnen werden. Vertreter der Institutionen werden den jungen Nachwuchsjournalisten für ein Interview zur Verfügung. Nicht nur die Bundesregierung, die diese Begegnung über den Kinder- und Jugendplan als unterstützungswert ansieht, sondern auch die Jugendlichen selbst sind Beweis, dass interkulturelles Lernen und interkulturelle Projekte wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und den beruflichen wie schulischen Erfolg sind: Englischkenntnisse werden verbessert, Medien- und Kommunikationskompetenzen ausgebaut, ein Sinn für soziale Fragen entwickelt und viel Selbstvertrauen geschöpft. Gerade für die jungen Südafrikaner, die größtenteils noch nie über die Stadtgrenzen ihrer Heimatstadt Port Elizabeth hinaus gekommen sind, ist der Besuch in Deutschland darüber hinaus eine einmalige Lebenserfahrung.

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